Weniger ist mehr – das wissen wir schon lange, oder doch nicht?

Das ich ganz gerne Dinge sammele, das habe ich schon ein paar Mal erwähnt glaube ich. Genauso, wie mir das auch gerne mal auf den Geist geht. Denn überall steht was, liegt was, ist es voll. Okay, es ist nicht sooooo voll, es ginge voller, aber ich merke mehr und mehr, wie mich der ganze Kram belastet, mir die Luft zum Atmen nimmt. Und dann habe ich mich mal gefragt, wann ich das letzte Mal ein Teil aus meinem Badezimmerschrank genommen habe. Keine Ahnung. Aber das Ding ist voll, proppevoll. Womit, fragt man sich dann unweigerlich, denn irgendwie scheine ich die Dinge nicht zu brauchen, sonst wäre ich ja mal am Schrank gewesen. So, was also tun? ENTRÜMPELN!
Da bin ich seit einiger Zeit dabei. Sowohl analog im Leben 1.0, als auch in meiner Onlinewelt.

Es ist einfach Zuviel!

Bei Antetanni las ich zufällig in diesem Beitrag über die „Generation Zuviel“. Wir haben zu viele Wahlmöglichkeiten, stellen zu hohe Ansprüche an uns selbst, haben theoretisch mehr Freizeit aber auch immer mehr Zeitdruck. In vielen Punkten trifft der Artikel, der auf Welt.de erschienen ist, meine eigene Lebensrealität. Erschreckend. Ungefähr zur gleichen Zeit veröffentlichte Bine vom Blog „Was eigenes“  einen ganz ähnlichen Artikel über die Frau von heute. Vielleicht stellenweise ein wenig überzeichnet, aber auch sehr treffend meiner Meinung nach.

So kann es nicht weitergehen!

Während ich also permanent mein Handy checke, ob es neue Nachrichten parat hält, in verschiedenen Foren und Blogs versuche, auf dem neuesten Stand zu bleiben, meckere ich gleichzeitig, dass ich kaum Zeit zum Nähen, Fotografieren und Bloggen habe. Warum denn wohl nicht?
Nun habe ich kurzerhand beschlossen, dem ein Ende zu bereiten. Ich habe von meinen 4 E-Mail-Eingängen auf dem Handy drei gelöscht. Jetzt kommen noch die Mails meiner wichtigsten Adresse an, den Rest schaue ich mir hin und wieder auf dem Tablet an. Werde wohl nichts verpassen. Wo ich schon mal dabei war, habe ich wieder einen Schwung Newsletter abbestellt, die Facebook und Instagram-Verknüpfungen vom Handy-Startbildschirm gelöscht, in einem Forum, indem ich gern aktiver wäre, ziemlich viele Themen aus meiner Leseliste geworfen und mich mal an meine abonnierten Blogs getraut.
In meinem WordPress-Reader und bei Bloglovin haben sich bestimmt über 100 Blogs angesammelt. Teilweise stammen die noch aus der Zeit, wo ich Blogs abonniert habe, wenn ich dort mal über einen tollen Beitrag gestolpert bin. Leider habe ich meist vergessen, was das eigentlich war. Mittlerweile regele ich das sowieso über Pinterest.
Ich habe ordentlich gelöscht, aber es sind immer noch reichlich Blogs übrig geblieben. Dabei ist mir aufgefallen, dass etliche Blogs dabei sind, die ich nicht mehr richtig lese, aber die ich dennoch nicht aus den Augen verlieren möchte. Also werde ich demnächst mal eine neue Blogroll veröffentlichen und dort die Blogs einarbeiten, die ich nicht ganz vergessen möchte und ab und an besuche, aber aus dem Reader fliegen sie raus. Ich hoffe, dass ich auch wieder mehr kommentiere, wenn ich denn weniger zu lesen habe. Und Schreiben natürlich auch. Und Bloggen. Und Nähen. Und Yoga. Und …. und … und … 😉

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Ein Gedanke zu “Weniger ist mehr – das wissen wir schon lange, oder doch nicht?

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