Neu entdeckt: Art Journaling

Manchmal ist es echt besser, wenn ich nicht so unkontrolliert im Netz surfe. Ständig stößt man auf irgendwelche neuen, spannenden Themen und Ideen. Das allein wäre ja noch nicht mal wirklich problematisch, wenn ich nicht ich wäre und grundsätzlich erstmal von allem Neuem irgendwie begeistert wäre und so schon verschiedene Phasen des Nähen, Häkelns, Stricken, Malen-nach-Zahlen, Serviettentechnik, Mdf-Platten als Memo-Boards durchgemacht hätte.
Klingt nach DIY-Opfer. Glücklicherweise konnte ich einiges doch soweit eindämmen, dass ich nicht gleich die ganze Grundausstattung gekauft habe und einigen kreativen Dingen bin ich sogar treu geblieben.

Trotzdem habe ich mich, angeregt durch das Buch „Der Weg des Künstlers“ von Julia Cameron,  in letzter Zeit mit Malen / Zeichnen beschäftigt und dort viel Freude gefunden. Als ich dann in den Weiten des Netzes auf „Art Journaling“ stieß, war ich natürlich mal wieder Feuer und Flamme.

Aber was ist eigentlich Art Journaling?

Beim Art Journaling handelt es sich um eine Art visuelles Tagebuch. Es kann täglich geführt werden oder auch nur sporadisch, es ist alles erlaubt, was gefällt. Und nicht nur bei der Frage, wie oft man das Art Journal bearbeiten möchte, sondern auch in welcher Art und Weise die Seiten bearbeitet werden. Alles ist erlaubt. Acrylfarbe, Pastell- oder Ölkreiden, Stempeln, Kleben, Collagen, eigene Bilder, Zeitungsausschnitte, Aquarellfarben und, und, und.
Ziel dabei ist weniger das supertolle Ergebnis, sondern schlicht und ergreifend die Freude am Gestalten. Getreu dem alten Motto: „Der Weg ist das Ziel“. Herauskommen wunderbare und einzigartige kreative Gestaltungen. In den USA ist es populärer als bei uns, allerdings gibt es auch einige sehenswerte deutschsprachige Blogs.
Inspririert haben mich vor allem Kreative Journalwelten und Rosies Bastelwelt, Fröbelsternchen  , Lillith Rose und Kreativlounge. Pinterest ist auch spannend: klick

Im Prinzip werden auch nicht allzu viele Hilfsmittel benötigt, viele Dinge z.B. Zeitschriften für Collagen hat man ja schon zu Hause. Teilweise lassen sich auch alte Malkästen noch finden oder man leiht sich mal die Stifte seiner Kinder. Schere, Papier, Kleber und ein alter Schwamm sind zudem nützlich. Vielleicht lassen sich auch Dinge verwenden, die man sonst wegwerfen würde, ich habe zum Beispiel kürzlich einen Flaschenkorken aufbewahrt um diesen später zum Stempeln oder Farbe aufzutragen.

Trotzdem „musste“ ich natürlich das ein oder andere anschaffen und habe mich für Gesso – einen Malgrund für Acrylfarbe und ein neues Skizzenbuch entschieden. Zufällig habe ich dadurch ein interessantes Geschäft für Mal- und Kreativartikel in der nächsten Stadt bei uns entdeckt und weiß jetzt wenigstens auch, wo ich zukünftig solche Dinge erwerben kann.

Auch für das Buch, was man als Art Journal nutzen möchte, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten: ein Skizzenblock mit dickerem Papier aus dem Fachhandel (sind allerdings häufig recht teuer), das Arbeiten auf einzelnen Blättern und diese dann später zu selbst zu binden oder einfach einen Katalog zweckentfremden. Ich habe mich für einen recht hochwertigen Reisekatalog entschieden, den ich von der Arbeit mitgebracht hatte. Dieser gefiel mir vor allem wegen der schwarzen Farbe und des besonderen Formats, da eher quadratisch. Ich habe die Vorderseite schon ein klein wenig gestaltet und für die Innenseiten jeweils 3 Seiten zusammengeklebt und erstmal mit Gesso grundiert. Jetzt kann es los gehen mit meinem eigenen Art Journal!

Der erste Versuch sieht schon ganz gut aus:

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3 Gedanken zu “Neu entdeckt: Art Journaling

  1. Beo schreibt:

    Hallo Katja, schön, dass du das Journaling entdeckt hast! Vielleicht hilft es dir ja dabei, dich zu zentrieren – so ging/geht es mir jedenfalls damit. Mir ging es ja ähnlich wie dir: Alles ist spannend, immer wieder etwas ausprobieren, ein bisschen Nähen, Stricken, Töpfern, malen, dichten ach -so viel ist spannend und immer verfusselte ich mich…. Beim Journaling muss nichts sein und alles ist möglich… Meine Kreativität hat ein Ventil gefunden und nicht nur das, mit den Journalseiten verarbeite ich auch Vieles…
    Ich wünsche dir alle Gute – und: Dein Einstand ins Journaling ist richt klasse!
    Alle Liebe, Beate

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